EIN BILD
BEWAHRT, WAS SONST VERGEHT.

Für jetzt. Für später. Für immer.

Über das Hinsehen

Fotografie war für mich nie nur ein Hobby. Sie war schon immer meine Art, hinzusehen – auf Menschen, auf Nähe und auf die Momente dazwischen. Heute ist daraus mein Beruf geworden. Ich fotografiere vor allem weiblich gelesene Personen, Schwangerschaften und Familien im Alltag – mit einem Blick für Verbindung, Körperlichkeit und das, was zwischen den Bildern passiert.

Mich interessieren und inspirieren Übergänge: vom Frau-Sein zum Mutter-Sein, von Nähe zu Bindung, von einzelnen Augenblicken zu Erinnerungen. Diese Übergangszeit gehört für mich zu den intensivsten, verletzlichsten und zugleich kraftvollsten Phasen im Leben.

Besonders Mütter stehen in genau dieser Phase oft im Hintergrund. Mir ist es wichtig, dass Frauen hier nicht nur funktionieren, sondern gesehen werden – mit all ihrer Nähe, ihrer Müdigkeit, ihrer Liebe und ihrer Veränderung. Meine Fotografie möchte diese Momente bewahren – nicht als perfekte Bilder, sondern als ehrliche Erinnerungen an eine Zeit, die viel zu schnell vergeht.

Mein Stil ist stark vom Analogen inspiriert. Ich arbeite mit natürlichem Licht und einer Bildsprache, die Raum lässt – für Gefühl, Intuition und unterschiedliche Ausdrucksformen. Manche Bilder entstehen leise und beobachtend, andere dürfen klarer geführt sein. Beides hat seinen Platz, wenn es darum geht, eine Geschichte sichtbar zu machen.

Der Familienalltag besteht aus unzähligen kleinen Momenten, die oft still und unscheinbar wirken – und doch alles bedeuten: Lachen am Küchentisch, müde Umarmungen, kleine Hände in großen. Vieles davon verblasst mit der Zeit. Genau deshalb ist es mir so wichtig, diese Augenblicke festzuhalten – damit sie nicht verloren gehen, sondern Teil eurer Geschichte bleiben.

Fotografien sind für mich Erinnerungen, die bleiben dürfen – für jetzt. Für später. Für immer.

Private Erinnerungen

Ich würde hier gern noch mehr meiner künstlerischen Arbeit zeigen – doch ich habe mich bewusst dafür entschieden, die Kinder, die Teil dieser Geschichten sind, zu schützen.

Auf meiner Website zeige ich deshalb bewusst keine klar erkennbaren Kindergesichter.
Diese Bilder sind private Erinnerungen – sie gehören in eine Schatzkiste, nicht ins öffentliche Internet.

Und auch wenn Fotografie Kunst ist, glaube ich daran, dass man Nähe, Kindheit und Verbundenheit zeigen kann, ohne alles sichtbar zu machen.

Manche Geschichten sind am schönsten, wenn sie nur denen gehören, die Teil davon sind.

Ein Mann mit Tattoos und kurzen Haaren geht barfuß am Strand, während drei kleine Kinder ihm beim Gehen folgen.

Hinter der Kamera

Hey, ich bin Sissy, 37 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei kleinen Kindern. Ich lebe in Berlin-Köpenick einem Ort, der mir genauso viel Ruhe wie Weite schenkt. Schon immer habe ich mich für Kunst interessiert, für Formen, Licht und Zwischentöne. Ich bin sehr detailverliebt und sehe oft Dinge, an denen andere vorbeigehen:

Meine Kinder und mein Mann sind meine Musen. Sie erinnern mich täglich daran, wie kostbar Nähe, Berührung und Alltag sind. Vielleicht ist genau deshalb meine Fotografie so nah am Leben: nicht inszeniert, sondern beobachtet, gefühlt und getragen von dem, was gerade da ist.

Meine Bildsprache bewegt sich frei zwischen dokumentarisch und künstlerisch, zwischen Klarheit und Abstraktion, zwischen Zartheit und Intensität. Ich glaube nicht an feste Kategorien – sondern an das, was im Moment entsteht, wenn man wirklich hinsieht und loslässt.

Von mir selbst gibt es übrigens nur wenige Fotos. Meist stehe ich hinter der Kamera – dort, wo ich mich am richtigsten fühle.

Eine Frau mit lockigem, blonden Haar posiert lächelnd. Sie ruht ihren Kopf auf ihrer Hand, trägt eine schwarze T-Shirt und mehrere Armbänder, sowie einen Ring. Der Hintergrund zeigt einen Raum mit Lampen und hellen Wänden.